Ein Riss im Beton wirkt oft harmlos – bis Feuchtigkeit durchtritt. Bei einer Rissverpressung wird der Riss nicht überstrichen, sondern gezielt von innen abgedichtet. Wir zeigen, wie das Verfahren abläuft.
Die kurze Antwort
Bei einer Rissverpressung wird über kleine Bohrungen ein Injektionsmaterial unter Druck direkt in den Riss eingebracht. Dazu dienen sogenannte Injektionspacker. Das Material füllt den Rissverlauf und unterbindet das Eindringen von Wasser durch das Bauteil.
Schritt für Schritt
- Beurteilung: Zuerst wird der Riss fachlich bewertet – Art, Zustand, ob er feucht oder wasserführend ist.
- Vorbereitung: Entlang des Risses werden Bohrungen gesetzt und Injektionspacker eingebaut.
- Injektion: Über die Packer wird das abgestimmte Material unter kontrolliertem Druck eingebracht.
- Abschluss: Nach dem Aushärten werden die Packer entfernt und die Oberfläche bearbeitet.
Warum ein wasserführender Riss nicht oberflächlich verschlossen wird
Eine Dichtmasse auf der Oberfläche kann den sichtbaren Riss verdecken – das Wasser sucht sich seinen Weg jedoch weiter durch das Bauteil. Bei feuchten oder wasserführenden Rissen sind zudem spezielle Injektionsmaterialien nötig.
Das Ziel: Wasser dort stoppen, wo es seinen Weg durch das Bauteil findet.
Welches Verfahren und Material geeignet ist, hängt vom konkreten Schaden ab. Mehr dazu auf unserer Seite zur Rissverpressung. Tritt bei Ihnen Wasser durch einen Riss ein? Beschreiben Sie uns den Schaden.



